Supervision

Fallarbeit, Konfliktklärung, Teamentwicklung

Der Begriff „Supervision“ bekommt ganz unterschiedliche Bedeutung, je nachdem, in welches Berufsfeld er eingezeichnet wird. Während er im sozialpädagogischen Feld mehr den Charakter von „Anleitung“ und personalisierter Schulung gewinnt, in kirchlichen und weltlichen Behörden oft den Klang von Aufsicht und Kontrolle erhält, bedeutet er in der Psychotherapie eher die kritisch-konstruktive Begleitung der beruflichen Arbeit unter Anwendung therapeutischer und gruppendynamischer Techniken.

Je nach Vereinbarung kann der Supervisor dabei seine Arbeit und Aufmerksamkeit auf die therapeutische Arbeit („Fallarbeit“), das Konfliktgeschehen zwischen den Mitarbeitern eines Teams („Konfliktklärung“), oder das Zusammenspiel von einzelnen und gemeinsamen Interaktionsverläufen im Spannungsfeld zwischen Ressourcenkapazitäten einerseits und Produkt- bzw. Ziel- und Ergebnisorientierungen andererseits („Teamentwicklung“) richten.

Supervisionsarbeit bedeutet unter diesem Aspekt ein Angebot an Einzelne und Gruppen, antizipierte Methoden und Ziele als SOLL-Vorstellungen mit persönlichen Ressourcen und teambezogenen Interaktionsformen in einen integrativen Abstimmungs- und Entwicklungsprozess zu bringen.

Der Supervisor ist dabei nicht „Lehrender“ oder „Aufsichtführender“, sondern eher Trainer, der den einzelnen Gruppenteilnehmern und dem Team hilft, zu einem stimmigen Verhältnis zwischen den von ihnen selbst gesetzten Zielen, ihren dazu beschrittenen Wegen, und schließlich ihren gegebenen Persönlichkeitsressourcen, zu kommen. Seine Aufgabe ist es, die einzelnen Gruppenteilnehmer je für sich und sie gemeinsam als interagierendes Team in ein geklärtes Verhältnis zu den von ihnen selbst gesetzten Zielen zu führen.